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Hämophilie

Die Hämophilie ist eine angeborene Blutgerinnungsstörung. Den Betroffenen fehlt ganz oder teilweise entweder der Blutgerinnungsfaktor VIII (Hämophilie A) oder der Faktor IX (Hämophilie B) - Proteine im menschlichen Blut, die für die Gerinnung unerlässlich sind. In der Schweiz leben derzeit etwa 700 Patienten mit Hämophilie A und etwa 100 Patienten mit Hämophilie B. Die Erkrankung betrifft fast ausschliesslich Männer. Zur Therapie wird den Betroffenen der jeweils fehlende Gerinnungsfaktor von aussen zugeführt. Mehr Informationen zum Krankheitsbild der Hämophilie sowie zur Therapie finden Sie unter www.haemophilie.org.

Während bei Menschen mit normaler Blutgerinnung innere und äussere Blutungen nach kurzer Zeit zum Stillstand kommen, verschliessen sich bei den Hämophilen die Verletzungen nicht oder nur sehr langsam. Vor allem leiden die Betroffenen unter spontanen Blutungen in Muskeln, Gelenken und inneren Organen. Spontane Blutungen sind Blutungen, die ohne äussere Gewalteinwirkung auftreten. Werden diese Blutungen nicht sofort behandelt, verursachen sie akute Schmerzen und können zu bleibenden Schäden hauptsächlich der Gelenke führen. Werden sie überhaupt nicht behandelt, können sie sogar lebensbedrohlich sein. Patienten mit schwerer Hämophilie können im Jahr mehrere spontane Blutungen haben. Unbehandelte Blutungen können zu fortschreitender schmerzhafter Arthritis, zu Gelenk-Degeneration und zum Abbau von Muskelmasse führen. 

Zusätzliche Informationen

Informationen für medizinische Fachkreise

Die Behandlung der Hämophilie hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Bei der Bedarfsbehandlung wird der fehlende Blutgerinnungsfaktor nur beim Auftreten von Blutungen verabreicht, während bei der sogenannten prophylaktischen Behandlung spontane Blutungen durch regelmässige Gaben des fehlenden Faktors, z.B. dreimal in der Woche, von vorneherein vermieden werden sollen. Je schwerer die Erkrankung, umso häufiger treten Spontan-Blutungen auf.

Baxter bietet seit Jahrzehnten Therapien für die Behandlung der Hämophilie an. Die in den Anfängen der Behandlung genutzten aus Blutplasma hergestellten Faktor-VIII- und -IX-Konzentrate werden heute zunehmend durch biotechnologisch hergestellte Faktorenkonzentrate ersetzt. Baxter setzt nun mit seinen neuen biotechnologisch hergestellten Produkten Massstäbe in der Behandlung der Hämophilie A und B. In der Herstellung der modernen Faktor-Konzentrate wird völlig auf den Zusatz von menschlichen und tierischen Plasmaproteinen verzichtet. Damit wird das mögliche Risiko einer Krankheitsübertragung durch Erreger, die in diesen Zusätzen vorhanden sein könnten, ausgeschlossen.

Weitere Informationen rund um die Hämophilie und zur modernen Behandlung der Hämophilie finden Sie unter http://www.haemophilie.org/fachkreise.php.

 
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